121. Herbst

Die Herrin über sämtliche Laubblätter

Meine Chefin habe ich die letzten Monate nicht so häufig gesehen. Sobald sie mit der Praxis fertig war, packte sie Bananen, Müsliriegel und Getränkeflaschen ein und verschwand dann regelmäßig für ein paar Stunden. Wenn sie zurückkam, ächzte sie und fluchte und sagte, dass ihr jeder Knochen wehtäte. Für uns Hunde ein wenig nachvollziehbares Verhalten. In den Sommermonaten verziehen wir uns liebend gerne in den Schatten unseres herrlichen Gartens und sind froh, wenn man uns in Ruhe lässt.

Seit der riesige Ahorn auf unserer Grundstücksgrenze geradezu schamlos ein Blatt nach dem anderen auf unser Anwesen wirft , sehe ich meine Rudelführerin neuerdings mit verkniffenem Gesichtsausdruck immer häufiger im Garten mit einem Rechen unterwegs. weiter lesen