82. Nachwuchs

Es ist für mich unfassbar, was man dank bildgebender Technik in der Gynäkologie alles sehen kann. Heute wurde mir ein Bild meiner zukünftigen Enkeltochter Clara Magdalena unter die Nase gehalten. Was sich um ihren Kopf herum kräuselt, ist die Nabelschnur. Sehr gut kann man ihre rechte Hand erkennen auf allen Ultraschallbildern. Sie tippt sich auffällig häufig an die Stirn. Offenbar ahnt sie, welch turbulente Großfamilie sie schon sehnsüchtig erwartet. weiter lesen

81. Tatort

Meine Chefin ist seit einigen Jahren eine eifrige Tatort-Fernsehguckerin. Sie behauptet, das würde sie entspannen. Vor kurzem kam der „Tatort“  zu uns.
Eine zierliche, dunkelhaarige, sehr hübsche junge Frau, ca. 25 Jahre jung, von Beruf Krankenschwester, nahm in einem von Rosas saugemütlichen Ledersesseln Platz. Sie zog  die Beine an sich heran und kauerte vor uns wie ein Häufchen Elend. weiter lesen

79. Kommt ein Bienchen geflogen

Insektenhotel – wo sich die Bienchen wohlfühlen

Nach dem ganzen Herz-Schmerz-Kram ergreife ich jetzt das Wort und erzähle die Geschichte einer Patientin, die vor einem Jahr bei uns aufschlug und ein äußerst interessantes Thema mitbrachte. Mitte fünfzig, seit einigen Jahren Single, Gymnasial-Lehrerin. Sie berichtete, dass sie seit ihrer Scheidung die Nase voll habe von Männern. Emotional würde ihr nichts fehlen. Sie habe mit ihren Enkeln genug zu tun und das wäre ihr wichtigster Lebensinhalt. weiter lesen