46 • Epilog

Ich bin so glücklich wie lange nicht mehr. Franz wurde entlassen. Die Welt ist in Ordnung. Wenigstens eine Zeitlang. Die Ärzte haben meinem Mann eröffnet, dass er keine Chemo oder Bestrahlung braucht. Wir sind dem Sensenmann noch mal entkommen. Aber wie lange? Es dauerte etliche Zeit bis Franz  körperlich wieder zu Kräften kam. Aber es hatte auch etwas sehr Positives. Die Erkrankung schweißte uns zusammen und wir haben gelernt, sehr offen über sämtliche Ängste und Befürchtungen zu sprechen … weiter lesen

45 • Der Tod ist auch nur ein Mensch

Rosa ist seit längerem schlecht drauf. Offenbar fehlt ihr Franz, der irgendwo von fremden Weißkitteln gepiesackt wird, wie sie mir erzählt. Folglich fallen unsere Gassirunden magerer aus als sonst. Heute soll ich mit ins Krankenhaus. „Franz sagt, ihm falle die Bude auf den Kopf und er fühle sich eingesperrt wie ein Schwerverbrecher“. Also muß ich mitkommen und für gute Laune sorgen. Kein Problem, nichts lieber als das… weiter lesen

44 • Übergang

Viele Wochen sind ins Land gegangen während der Winter sich zurückzog und die Erde freigab. Franz war häufig im Krankenhaus. Viele diagnostische Untersuchungen mit jeweils mehrtägigen Aufenthalten. Die endgültig große OP, bei der ein Teil des rechten Lungenflügels entnommen werden soll, steht im Mai bevor… weiter lesen

43 • Wenn der Postmann zweimal klingelt

Heute haben wir ein Päckchen erhalten. Absender ist das „Krematorium Tiertrauer GmbH“. In dem Paket befindet sich eine Urne, sagt Rosa und wischt sich verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel. Da die Erde gefroren und eine Bestattung im Garten unmöglich ist beschließen meine Menschen Alaska in ihrem Behältnis auf den Sims unseres offenen Kamins zu stellen … weiter lesen